410 | September / Oktober 2025
Weltweit ist die reproduktive Gesundheit in Gefahr. Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, Verhütungsmitteln und sexueller Bildung wird vielerorts eingeschränkt. Rechte Regierungen treiben den antifeministischen Backlash voran. Das ist vor allem eins: ungesund.
Christlich-fundamentalistische Hardliner aus Europa und den USA sehen unter anderem einen machtpolitischen Hebel in Ostafrika und leisten dort Lobbyarbeit gegen Verhütung und sichere Familienplanung. Schätzungen zufolge werden mehrere Länder aufgrund der desaströsen US-AID-Streichungen bis zu 14 Millionen mehr AIDS-Todesopfer verzeichnen. Demgegenüber werden Aktivist*innen nicht müde, weiter für die Selbstbestimmung und Gesundheitsversorgung aller Menschen zu kämpfen.
Was es für Auswirkungen hat, wenn der Zugang und die öffentliche Verhandlung von sexueller Gesundheit einer reaktionären Welle zum Opfer fällt, und wie sich trotzdem Widerstand und unterstützende Strukturen bilden, zeigt das iz3w im Dossier »Reproduktive Gesundheit« auf.
Außerdem:
Repressionswelle in Iran
Gesundheitskrise nach Corona
Landkonflikt um Westsahara
